Auf den Spuren eines fragwürdigen Pferdehändlers!

 

 

Die Geschichte von Klitschko und Worren:

 

 

"Während wir auf der  Suche nach einem neuen Zuhause für unsere beiden Wallache Klitschko und Warren waren, meldete sich bei uns ein Mann mittleren Alters, der sich als Vater einer Tochter ausgab und auf der Suche nach einem geeigneten Beistellpferd war. Angeblich wurde der Stall, in dem das Pferd seiner Tochter untergebracht war, verkauft und so müsse er nun das Pferd nach Hause holen, wo es dann zunächst hätte alleine stehen müssen. Er hat uns glaubhaft versichert, dass er unseren beiden Wallachen ein gutes Zuhause bieten könne und darauf vertrauend haben wir ihm am 27.02.2017 die beiden überlassen. Am vereinbarten Abholtag stand er pünktlich um 09.00 h - nach einer 300 km langen Anreise - bei uns vor der Tür und lud die beiden Pferde auf. Seinen Namen hat er uns falsch buchstabiert, da wir ansonsten sehr schnell herausgefunden hätten, um wen es sich handelt. Schließlich wurde über ihn bereits im Fernsehen berichtet. Von ihm stammt die Aussage: “Die Pferde sind schon längst geschlachtet, gefressen, verdaut und wieder ausgesch……“

 

Drei Tage später, nachdem er unsere Pferde abgeholt hat, überkam uns ein seltsames Gefühl und so fingen wir an, Informationen über den Käufer Herrn S. zu sammeln. Schnell stellte sich heraus, dass nichts von dem wahr war, was er uns erzählt hat. Statt des beschriebenen großzügigen Hofes hat er lediglich einfache Unterstände, statt der großen Wiesen fanden wir nur kleine Sandausläufe vor. Zudem befinden sich diese Unterkünfte nicht an der angegebenen Adresse, sondern irgendwo im nirgendwo.

 

Mit Hilfe von aufmerksamen Zeitgenossen fanden wir heraus, dass die von ihm angekauften Pferde bereits unmittelbar nach der Ankunft bei ihm auf die Weiterreise geschickt werden. Keines der Tiere steht länger als zwei Tage bei ihm, so dass auch nicht mehr nachvollzogen werden kann, wohin die Pferde verramscht werden. Die Vermutung liegt aber nahe, dass er entweder gewinnbringend weiterverkauft oder die Pferde auf direktem Weg zum Schlachter bringt. In Anbetracht der Tatsache, dass er jedoch hunderte von Kilometern gefahren ist und fast 600 Euro für die Pferde bezahlt hat, stellt sich die Frage, wie dieses Geschäftsmodell funktioniert und wie daraus Gewinne generiert werden können – aus reiner Tierliebe heraus agiert unser Käufer sicherlich nicht.

 

Wir haben einen großen Fehler gemacht und unsere Pferde in eine ungewisse Zukunft geschickt. Ob wir sie jemals wiederfinden werden, ist fraglich. Wir möchten aber andere Pferdebesitzer vor diesen Machenschaften und ganz besonders vor diesem Herrn S. warnen. Mittlerweile haben wir dutzende Betroffene gefunden, denen es ähnlich ergangen ist. Angeblich wurden unserer Pferde nach Dormagen gebracht, aber dort verliert sich ihre Spur."

 

 Sandra L.

 

Am 26.09.2017 berichtete Herr Jan Körner vom NDR bereits über den Pferdehändler Olaf S. aus Vordorf in Niedersachsen.

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Auf-den-Spuren-eines-fragwuerdigen-Pferdehaendlers,pferde644.html

 

 

Hinweis: da es hierbei lediglich um die persönlichen Schilderungen einer Betroffenen handelt, kann keine Verantwortung von den Seitenbetreibern für die Richtigkeit der Darstellungen übernommen werden.