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Die Betrachtung der Geschehnisse aus der Sicht der Käuferin

 

Da wir natürlich auch die Sichtweise der Gegenseite nicht außer acht lassen wollen, sich unsere "Käuferin" aber bislang nicht zu einer direkten Stellungnahme bereit erklärt hat, verweisen wir auf ihre Äußerungen, die sie am 01.02.2018 in der Facebook-Gruppe "Vermisste Pferde oder kennt Ihr dieses Pferd" von sich gegeben hat.

 

Anlass für ihre Reaktion war dieser Artikel der MAZ vom 03.02.2018:

 

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Von-einem-Gnadenhof-in-Niedersachsen-verschwinden-Pferde

 

Es entbrannte im Zuge dessen eine hitzige Diskussion, aus der ersichtlich wird, wie unterschiedlich doch die Rechtsauffassungen sind.

 

Wir bleiben trotzdem dabei: verkauft ist eben nicht verkauft!

 

Aber lesen Sie selbst:


Bezogen auf den Inhalt des Zeitungsberichts schrieb sie:

 

"Denkt da mal drüber nach...Und ich empfehle den Leuten die hier seit Wochen rumhetzen ohne jegliches Hintergrundwissen sich aus der Sache rauszuhalten die sie nichts angehen!!!! Die Pferde sind rechtmäßig verkauft worden und es fand ein Eigentumsübergang statt. Es ist KEIN Besuchsrecht in irgendeinem Vertrag festgehalten worden, noch handelt es sich um einen Schutzvertrag oder eine Überlassung. Meines Wissens nach ist es nicht verboten etwas zu kaufen und wenn jemand verkauft erlischen gleichzeitig deren Rechte. Das alle Pferde "verschwunden" sind sind jediglich Vermutungen der Verkäufer. Niemand war hier udn niemand kann es demnach bezeugen. Aufgrund des schäbigen Verhaltens der Leute (Anzeigen, Zeitungsartikel, Hetzerei im Internet, zerstochene Reifen, usw.) werde ich NIEMANDEN dessen Ex-Pferd besuchen lassen. Ich gebe niemandem ein Bonbon der mich zuvor geschlagen hat. Das hat sich definitiv erledigt. Zudem wäre ein Besuchsrecht und jegliche Auskunft von mir eine Gefälligkeit und keine Pflicht. Ich habe niemanden gezwungen den Vertrag zu unterzeichnen und zudem habe ich den meisten Leuten angeboten alternativ zu den üblichen Konditionen einzustallen,DAS war allen zu teuer bei 250€/Monat. Wir züchten und sind somit gewerblich. Demnach weiss jeder der Ahnung hat das wir 2 Jahre Reklamationsrecht haben....Glaubt Ihr allen ernstes das wir kranke Pferde gesund spritzen und als Reitpferde verkaufen ??? Wo Reklamationen vorprogrammiert sind ??? Sorry aber so dumm kann niemand sein.
Ich finde das artet hier in einem ganz üblen Gehetze, Internetmobbing und übler Nachrede aus. Für jeden aufgebrochenen Reifen und sämtliche Vorkommnisse bei den Pferden mache ich die aufgehetzte Crew in Grasberg verantwortlich und wir werden verstärkt darauf achten wer sich unseren Tieren nähert...Ich werde betreffende Personen anzeigen, jetzt ist definitiv schluss mit dem Kindergarten hier !!! Das Ihr Euch nicht schämt !!!! Ein Pferd suchen ist die eine Seite, das kann ich ja auch verstehen...Aber andererseits muss auch verstanden werden wenn der Käufer keinen ex Besitzer mitkaufen will. Nochmal: Dann hättet Ihr behalten oder einstallen müssen. Und ich finde es erbärmlich auf welches Niveau Ihr Euch begebt und die Leute die nichts davon wissen (wie es wirklich ist) sich so aufhetzen zu lassen... Traurig traurig"

 

Und weiter:

 

"Wenn sich jemand ganz normal verhält und freundlich fragt ist dagegen absolut nichts einzuwenden. Ich habe auch immer gesagt wenn es zeitlich passt und auch vorab klargestellt das wir keine ex Besitzer mitkaufen wollen. 90 % unserer Zuchtsuten sind Beistellpferde. Wir haben sie vom TA untersuchen lassen. Diesen Pferden geht es super und die Ex Besitzer waren auch schon hier zu Besuch...Es ist absolut nichts los... Allerdings lassen wir niemanden auf den Jungpferdeweiden mitten in der Marsch alleine die Weide betreten. Was ist denn dort passiert und Person xy liegt dann dort? Dann haften wir als Eigentümer und der Landwirt dem die Ländereien gehören. Wenn wir sagen das ein Pferd Tod ist dann ist es auch andem. Demnach verstehe ich nicht das uns nicht geglaubt und weitergesucht wird... Genau wie Sunny die jahrelang Medikamente bekommen hat wegen Cushing. Sie lag tod auf der Wiese. Vermutlich Aortaabriss aber wir haben sie nicht untersuchen lassen. Das hätte es sein KÖNNEN... Und wenn ein Pferde einen Unfall hatte und aufgrunddessen erlöst werden musste, erzähle ich dieses den Ex Eigentümern gewiss nicht, denn diese Bilder muss auch niemand im Kopf haben...Davon ab müsste ich selbst den Tod eines Tieres nicht mitteilen, denn ein Informationsrecht besteht ebenfalls nicht. Ja und auch ein Lucky ist tod....Das Pärchen hat uns im Nachhinein mehrfach besucht, hat hier Urlaub gemacht, wir waren zusammen Essen usw...Jetzt nach Jahren vermutet die Dame das wir Lucky verkauft haben und springt auf den Zug auf...Das wir teilweise 25-30 Jahre alte Pferde aufgenommen haben schreibt hier niemand...Auch nicht das es ataktische gab die taumelnd über den Platz liefen und kaum aufstehen konnten sowie welche die im Ruhezustand nach Luft japsten wie ein Pferd nach einem Stundengalopp....Das verwurmte, dürre Pferde bei uns standen, Füchse die schon gelb waren, das der Tierschutz bereits wegen gerade aufgenommener Beistellpferde bei uns war und gefragt hat was das für Kreaturen seien, ob wir nicht mal dran denken würden diese Tiere zu erlösen...DAS schreibt hier niemand!!!!! Alle haben natürluch bestens entwurmte, gut genährte Pferde abgegeben... Ich schreibe nicht das ALLE Pferde so aussahen aber doch viele.... Das sogar mal einer die Seuche in den Stall geschleppt hat... Wisst Ihr das auch?? Also nichts mit böse Pferdehändlerin die kranke Pferde schmerzfrei spritzt und als Reitpferd verkauft... Da gibt es andere die soetwas machen. Und die meisten Pferde haben einen schlechten Pass, demnach nimmt sie auch kein Schlachter. Wie gesagt, die Leute können ihre Pferde suchen so lange und so oft wie sie wollen, gar keine Frage... Nur sollte man keine stille Post spielen und Vermutungen zur Realität werden lassen. was ich nicht zu 100% weiss und beweisen kann, sollte ich nicht öffentlich stellen."

 

Auf die Frage, warum sie so viele Beistellpferde aufgenommen hat, antwortet sie:

 

38 weil alle etwas lesen und ohne sich zuvor zu erkundigen auf den Zug aufspringen...Die Pferde sind weg, Punkt....So ist es....Aber kann es jemand zu 100% bezeugen? Hat uns jeder kontaktiert? Zum einen haben wir über Jahre Pferde aufgenommen...Einige waren in einem wirklich miserablen Zustand, hatten Schmerzen, eine war so dermaßen verwurmt, das selbst drei große Wurmkuren in kurzen Abständen gegeben mit TA abgesprochen nichts gebracht haben und das Pferd auf einmal umzukippen drohte als es um die Kurve lief...Es war innerlich VON WÜRMERN ZERFRESSEN !!!!! Das würde aber nie jemand zugeben ein Pferd so abgegeben zu haben...Bei manchen Tieren muss man auch einfach mal sehen wann Schluss ist...Ein ataktischer der kaum aufstehen kann und wie betrunken läuft ist auch besser im Himmel aufgehoben, genau wie ein Tier was keine Luft bekommt....Leider leider ist auch ein Pferd auf der Weide in den Graben gefallen, wurde rausgezogen aber hat es dennoch nicht geschafft...Das ist sehr traurig aber kann leider passieren auf den großen Weiden...Es handelt sich größtenteils um alte, kranke Pferde...Das darf man nicht vergessen...Und wenn ein Tier noch einen schönen Sommer hat,dann hat es was gutes gehabt...Ein Pony steht bei einem anderen und die Kinder betüddeln es, die ist alt aber die kann so wie sie drauf ist noch 10 Jahre leben...Finde ich gut"

 

Auf die Frage, ob sie einen Gnadenhof betreiben, antwortet sie:

 

"Kein kein Gnadenhof...Wir sowie auch andere Züchter wollen ältere Pferde zwischen den Jungpferden laufen haben...So kommt man a besser an diese heran weil man einen alten ans Halfter nehmen kann und b erziehen die und bringen Ruhe in den unruhigen Haufen...Absetzer, 2 jährige, Junghengste, Stuten...Da laufen immer 1-2 alte mit"

 

Auf die Frage, warum sie nicht mit offenen Karten gespielt und sich nicht an die Absprachen gehalten hat, antwortet sie:

 

"Ich haben denen gesagt besuch ja aber dann wenn es uns passt. Wir wollen keine Leute mitkaufen und ansonsten müssen sie behalten und einstallen, dann können sie machen was sie wollen... Bei einigen passte es und sie waren auch da, bei anderen passte es noch nicht und wir sagten wir kommen auf sie zu... Dann wurden manche frech, da sagten wir dann halt gar nicht. Jetzt der ganze Medienstress und Anzeigen, jetzt erst recht nicht mehr, denn ich nehme wie gesagt niemanden in den Arm der mich zuvor geschlagen hat... Rein vertraglich ist nichts abgemacht. In dem Vertrag steht sogar das Nebenabreden nicht gültig sind und auf jeden Fall der Schriftform bedürfen. Die Dame die auf dem Titelbild dieser Zeitungsannonce zu sehen ist hat sich mit einem Vereinsmitglied aus unserem Verein befreundet, welche jetzt fast jeden Tag bei uns im Stall schnüffelt, uns das Vet-Amt auf den Hals hetzt usw.... Eine von dieser Dame befreundete, ein ex Vereinsmitglied (ist wegen Hetzerei unter anderem aus dem Verein geflogen und wegen anderen Dingen) arbeitet an der Tankstelle in Grasberg und streut NUR böses Blut, so wie sie es bei jedem und immer macht....Also geht es vom Internet in die Realität...Es wurden Reifen zerstochen usw... Also spätestens jetzt ist schluss und Leute die soetwas anstacheln haben bei uns nichts mehr zu suchen...Das ist nicht wieder gut zu machen...."

 

Sie wurde auch gefragt, wie die Übernahme abgelaufen ist:

 

"Genau, kein Pferd ist hier eingestallt. Das habe ich angeboten, das wollte niemand. Vielmehr aber das wir bezahlen und die Eigentümer bleiben. Das wollten wir nicht, da wir kein Sozialamt für Leute mit Beistellpferden sind, die ihr Tier dann jederzeit abholen können und zuvor haben wir es finanziert....Dann entschieden wir uns einvernehmlich für einen Kaufvertrag, denn auf einen Schutzvertrag wo ich jeden Weidewechsel ansagen muss, fragen muss ob der TA einschläfern darf und dass das Tier jederzeit abgeholt werden kann lasse ich mich nicht ein. Dann können die Leute einstellen oder es selbst weiterhin versorgen. Maxi Mustermann (Name geändert)-  ich habe Dir den Kaufvertrag mal geschickt. Ich wollte den aus Datenschutzgründen  nicht öffentlich hochladen aber wen es interessiert, dem sende ich diesen gerne."

 

Auf die Anmerkung einer Nutzerin, die selbst ein krankes Pferd mit gefälschten Papieren gekauft hat und nun versucht, an ihr Recht zu kommen, reagierte sie wie folgt:

 

"Gefälschte Papiere ?? Krass...? Demnach ist es wirklich immer am besten wenn man bei einme möglichen Ankauf jedes noch so kleinste Detail untersucht und vertraglich aufgeführt wird....Das kann sich jahrelang ziehen, das stimmt....Ich wünsche viel Glück und Erfolg!!!"

 

Zum Thema Kaufvertrag, insbesondere zur Gewährleistung und Nachbesserungspflicht, stellt sie fest:

 

Ja das stimmt, da kann man mitunter Jahre hinterher laufen...Nur muss man immer sehen ob es das wert ist...Wenn ich wissentlich etwas mit Mängeln verkaufe, vollkommen egal ob es sich um ein Pferd, ein Auto, ein Haus, ein Elektrogerät, einen Sattel oä handelt ohne diese anzugeben ist das ein Betrug. Wenn mir ein Autohändler wissentlich einen Haufen Schrott schön verpackt verkauft werde ich ewig klagen müssen aber ich lasse jeden wissen das ich bei diesem Händler aus bestimmten Gründen nicht mehr kaufe. Das Pferdegeschäft ist hart und vor allem voll...Ein Fohlen kostet ca. um die 4000€ oder mehr, ein gesundes, qualitativ gutes Reitpferd kann richtig teuer sein...Es braucht unter Umständen Jahre um einen Kunden zu gewinnen und Sekunden um diesen zu verlieren...Mit anderen Worten...Wenn man gesunde Sportpferde verkauft, wird man einen Teufel tun und kranke, gesund gespritzte Pferde für 1000-2000€ zu verkaufen denn zum einen ist es dem Tier gegenüber unfair und zum anderen kommt soetwas doch raus und schwupps ist der Rechtsstreit da..."

 

 

 

Quelle: FACEBOOK - Vermisste Pferde oder kennt Ihr dieses Pferd

 

Post vom 01.02.2018

Es handelt es sich hier um die unbearbeiteten Original-Beiträge der "Käuferin" - wir versichern, dass weder an der Form, noch an der Grammatik, an der Rechtsschreibung oder an der Zeichensetzung etwas verändert wurde.

Letzter Zugriff auf die Quelle - 27.07.2018