Diese Seite ist den Pferden gewidmet, die es nicht geschafft haben.

Endstation Schlachthof

Womöglich wird diese Seite im Laufe der Zeit stetig weiter gefüllt.....

Im März 2018 erreichten uns die ersten Meldungen, dass einige Pferde womöglich geschlachtet worden sind. Herr Dr. Beck vom Veterinäramt des Landkreises Emsland bestätigte auf Nachfrage von Frau Dominique Wehrmann von der ST. GEORG, dass  bereits in der Vergangenheit mehrfach Unregelmäßigkeiten bei den Kontrollen der angelieferten Pferde auf dem Schlachthof in Haren festgestellt wurden und äußerste auch den dringenden Verdacht, dass die dazugehörigen Pässe mit großer Wahrscheinlichkeit - von wem auch immer - manipuliert wurden. Diese These wurde durch den Holsteiner Verband bekräftigt, denn von den zuständigen Mitarbeitern in Elmshorn wurde der Landkreis Emsland schon lange vorher darauf aufmerksam gemacht, dass mit den von dort zurückgeschickten Pässen etwas nicht in Ordnung sein könnte und es wurde um erhöhte Aufmerksamkeit bei den Kontrollen der Dokumente gebeten. Im Klartext heißt das, dass die Nieten der Pässe geöffnet und die Seiten, auf denen der Nicht-Schlachtstatus einmal und unwiderruflich festgelegt wird, ausgetauscht wurden. 

 

Die Pferde aus unserem Suchregister waren ausnahmslos als Nicht-Schlachtpferd deklariert und standen zum Teil unter starker Medikation mit Cortison oder mit Phenylbutazon, dem entzündungshemmenden Wirkstoff, der bei dem allseits bekannten größten europäischen Pferdefleischskandal aus dem Jahr 2013 eine wesentliche Beachtung und Bedeutung bekam, da er in dem fälschlicherweise als Rindfleisch deklariertem Pferdefleisch nachgewiesen werden konnte und dessen Verwendung bei lebensmittelliefernden Tieren in der Europäischen Union grundsätzlich und strikt verboten ist.

 

Die Hemmungslosigkeit scheint jedenfalls grenzenlos zu sein. Seitdem diese Fakten bekannt wurden, geht es also nicht mehr nur um die Suche nach den Pferden oder um die Aufklärung einer Straftat, sondern womöglich geht es auch um einen sich abzeichnenden Lebensmittelskandal, denn diese Pferde sind garantiert in die Verwertung gekommen und landeten im Anschluss auf den Tellern der Verbraucher. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Veterinärbehörden diese Sachlage weiter verfolgen werden.


Es ist zumindest ein schwacher Trost für die Betroffenen, dass Ihre Pferde nicht mehr durch halb Europa gekarrt wurden, sondern im nahegelegenen Emsland ihren Tod gefunden haben. Dennoch bleibt es unbegreiflich, wie skrupellos ein Mensch sein kann, v.a. unter der Beachtung der vorangegangenen Selbstinzinierung als mitfühlende und tierliebende Person, die sich auch gerne mit den bereits todgeweihten Pferden im Stroh liegend hat ablichten lassen. Entsprechendes Bildmaterial liegt vor.


Wanessa

 

Die dunkelbraune Stute wurde 2017 mit einem eigens aufgesetzten Schutzvertrag, in dem eine Vertragsstrafe in Höhe von 800,00 € vereinbart war, abgegeben. Dennoch wurde sie geschlachtet, obwohl sie laut Equidenpass eindeutig als Nicht-Schlachtpferd deklariert war. Sie fand ihr Ende im Landkreis Emsland.

 

RIP Wanessa


Dana

 

Die kleine Stute ist ein Norweger-Mix, geb. 1991 wurde zusammen mit ihrem Weidekumpel Michiel ebenso in 2016 abgegeben und wurde im April 2016 geschlachtet, vermutlich auch im Emsland. Auch sie war als Nicht-Schlachtpferd deklariert.

 

Ihr langjähriger Wegbegleiter Michiel, dem kleinen Welsh B Schimmel ereilte leider das gleiche Schicksal.

 

RIP Dana!


Lancer

Lancer, der hübsche braune Wallach war gerade mal 13 Jahre alt, als sich seine damalige Besitzerin aufgrund eines zu spät erkannten Griffelbeinbruchs und den daraus resultierenden Folgeschäden entschloss, für ihn ein schönes Plätzchen zu suchen, wo er sein Rentnerdasein genießen kann. So kam er im März 2016 nach Grasberg. Leider wurde auch er definitiv geschlachtet.

 

RIP Lancer

DiMaggio

 

Der schwarzbraune Oldenburger, geb. 1994 wurde am 16.  Januar 2016 in Grasberg abgegeben und wurde im April 2016 im Emsland geschlachtet. Auch er war als Nicht-Schlachtpferd deklariert.

 

Besondere Beachtung bekommt das Abgabedatum, denn an diesem Tag wurden auch die Pferde Titzia und Wim Bob in Grasberg abgegeben, ohne dass sich die Besitzer begegnet sind.

 

RIP DiMaggio


Titzia

Symbolbild

Die Traber-Stute konnte einmal vom Schlachter gerettet werden und wurde über Jahre umsorgt. Doch auch ihre Besitzer fielen auf die Versprechungen herein und gaben sie am 16.01.2016 in Grasberg ab. Auch sie wurde im April 2016 im Emsland geschlachtet, auch sie war als Nicht-Schlachtpferd deklariert.

 

RIP Titzia


Diplomat

 

Der 24jährige braune Holsteiner Wallach, genannt Duplo wurde am 24.01.2016 in Grasberg abgegeben und wurde im April 2016 in Haren/Emsland geschlachtet. Auch er war laut Pass als Nicht-Schlachtpferd eingetragen.

 

RIP Duplo.


Tingel

 

Die Geschichte von Tingel berührt ganz besonders, denn der kleine hübsche Fuchs wurde im Jahr 2013 von Loxstedt aus auf einen Transport nach Frankreich geschickt, um dort den Tod in einem Schlachthof zu finden.

 

RIP kleiner Tingel


Michiel

Der kleine Welsh B

Schimmel-Wallach

hat es leider auch nicht geschafft. Auch er wurde im Jahr 2016, vermutlich mit seiner langjährigen Begleiterin "Dana", im Landkreis Emsland geschlachtet.

 

Er ist auch per Pass als Nicht-Schlachtpferd deklariert.

 

Nun seid Ihr wieder vereint kleiner Michiel und kleine Dana!

 

RIP Michiel!