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Soziale Netzwerke

Diverse hitzige und in weiten Teilen unsachliche Diskussionen über die vielen verschwundenen Pferde, insbesondere in einer Facebook-Gruppe namens

 „Mein Pferd 2.0 Revival“, die nicht unbedingt für eine ausgeprägt niveauvolle Diskussionskultur bekannt ist, wurden in den vergangenen Monaten auf dieser Plattform geführt.

 

Den Kritikern unserer damaligen Entscheidung sei heute erneut gesagt, ja – Ihr habt in weiten Teilen Recht, es war natürlich völlig falsch, die Pferde abzugeben, aber nachher ist man bekanntlich immer schlauer und gestern ist vorbei. Leider haben sich mittlerweile viele betroffene, ehemalige Pferdebesitzer aus unterschiedlichsten Gründen zurückgezogen. Ob nun Desinteresse dahintersteckt oder die innere Kapitulation vor den vielfach geäußerten Verbalattacken – keiner weiß genaues.

 

Im Rückblick ist es immer noch unverständlich, wie sich eine nicht unerhebliche Anzahl von Facebook-Usern über Monate regelrecht daran ergötzen können und auf teils unflätige Art und Weise nachtreten bzw. mit dem Finger in den Wunden ohne Unterlass nachstochern. Ob sich daraus Rückschlüsse auf Charakter und Gemütslage dieser Wortakrobaten ziehen lassen – auch das lässt sich nicht bewerten.

 

Diesen „guten Bekannten“ begegnet man im World Wide Web in regelmäßigen Abständen ungewollt und immer wieder. Darum darf sicherlich die Frage erlaubt sein:

 

Was wollt Ihr/wollen Sie eigentlich damit bezwecken?

 

Kritik in allen Ehren und eine eigene Meinung steht selbstverständlich jedem zu, aber ist der Wortschatz unserer Sprache nicht reichhaltig genug, als dass man – wenn man schon das wiederkehrende Verlangen hat, die persönliche Meinung wieder und wieder zu offenbaren – zumindest eine angemessene Wortwahl und ein Mindestmaß an sozialem Bewusstsein wählen sollte? Generell könnte der Verzicht auf verbale Ausrutscher und ein paar einfache Änderungen an den eigenen Aussagen dieser und anderen kontroversen Diskussionen um Schuld oder Nicht-Schuld, um Gut oder Böse wirklich guttun. Die Anonymität der virtuellen Welt scheint tatsächlich so verlockend zu sein, als dass man (eher Frau) gerne jeglichen Respekt gegenüber seinen Mitmenschen vergisst.

 

In Anbetracht der Tatsache, dass aufgrund der hartnäckigen Intervention umfangreiche Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet worden sind, hat diese Geschichte in den letzten Wochen strafrechtliche Relevanz bekommen. So falsch können wir also mit unserer persönlichen Einschätzung nicht liegen, dass die Vorgehensweise der Verantwortlichen zumindest zweifelhaft ist. Zu Beginn der Suche konnte wahrlich nicht vorausgesagt werden, welche Kreise dieses Thema noch ziehen wird und damit ist sicherlich nicht die Verbreitung bei Facebook gemeint, sondern der Gesamtkontext im wahren Leben.

 

Herzlichen Dank an die unzähligen Menschen, die uns auch nach Monaten unterstützen und der Handvoll von Personen, die weiterhin vehement versuchen, uns mit Häme überschütten und dabei nicht immer bei der Wahrheit bleiben: „Es kümmert die deutsche Eiche immer noch nicht, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt.“

 

Sucht Ihr/suchen Sie sich bitte ein anderes Thema bei Facebook um Abreagieren!